Dieser 108-stündige Einsatz hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Von Donnerstag, den 03.07.2025, bis Sonntag, den 06.07.2025, kämpften die Züge des Landkreises Leipzig im Einsatzabschnitt Heidehäuser gegen die Flammen und verhinderten das Übergreifen auf Wohnbebauung. Am Montag wurde zusätzlich ein Zug mit Tanklöschfahrzeugen zur Wasserversorgung von Spezialfahrzeugen entsendet.
Vorausgegangen war ein Hilfeersuchen des Landkreises Meißen an den Landkreis Leipzig, das kurz vor Mitternacht am 02.07.2025 einging. In Folge dessen wurde die Meldekette aktiviert. Kreisbrandmeister Nils Adam konnte sich auf die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren verlassen:
„Die Hilfsbereitschaft bei den Einsatzkräften war sofort da. Es gab keinerlei Probleme, bereits fünf Stunden später den ersten Zug in die Gohrischheide zu entsenden.“
Insgesamt waren 176 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Leipzig im Katastrophengebiet im Einsatz, darunter sowohl die bekannten Katastrophenschutzzüge als auch taktische Ergänzungen dieser.
„Die Ergänzungen haben sich bewährt. Wir können auf ein eingespieltes Team der Katastrophenschutzzüge zurückgreifen und diese gezielt mit zusätzlichen Fähigkeiten, wie dem Wassertransport durch TLF 4000, erweitern. So sind wir vor Ort für alle Lagen gerüstet und können eigene Einsatzabschnitte betreuen und führen.“, so Adam.
Die Katastrophenschutzzüge wurden vorrangig für die Einsatzführung und zur Verteidigung wichtiger Haltelinien eingesetzt. Die Tanklöschfahrzeuge ergänzten und brachten nicht nur Wasser zu den Einsatzstellen, sondern führten auch selbständig Brandbekämpfungsmaßnahmen im Wenderohreinsatz durch.
Eine besondere Herausforderung in der Gohrischheide war die Munitionsbelastung des Geländes. Ein klassischer Bodeneinsatz mit Einsatzkräften war daher nicht möglich. Dennoch konnte dieser Lage zumindest teilweise begegnet werden.
Auch die zusätzliche kreiseigene Katastrophenschutzausstattung des Landkreises Leipzig kam erfolgreich zum Einsatz: So wurden sowohl die Drohnenstaffel der Feuerwehr Hohnstädt als auch der Technische Dienst Information und Kommunikation (TD IuK) sowie das Kreisregnersystem eingesetzt. Mit Hilfe der Drohnen konnten aktuelle Luftbilder direkt an die Einsatzabschnittsleitung übermittelt werden. Der TD IuK sicherte mit Internet via Satellit und sowie mit zusätzlichen Einsatzkräften die Abschnittsleitung effektiv.
Im Einsatz waren folgende Feuerwehren:
Bad Lausick, Gerichshain, Regis-Breitingen, Groitzsch, Altenbach, Borna, Zwenkau, Oelzschau, Großbothen, Kohren-Sahlis, Großstolpen, Hohnstädt, Markkleeberg, Neukirchen, Machern, Colditz, Bennewitz, Böhlitz, Böhlen, Eschefeld, Trebsen, Pegau Mutzschen sowie die Kreisbrandmeisterei und der Technische Dienst IuK.
Der Landkreis Leipzig dankt allen Kameradinnen und Kameraden – aber auch den Familien und Arbeitgebern, die unsere Einsatzkräfte immer wieder unterstützen. Alle haben in der Gohrischheide gezeigt, was Gemeinschaft und Feuerwehr bedeuten. Vielen Dank auch all denen, die für weitere Hilfe und Unterstützung bereit gestanden hätten, aber nicht mit ins Einsatzgebiet entsandt wurden und denen die während des Einsatzes in der Gohrischheide in der Heimat einsatzbereit waren, den auch im Landkreis Leipzig selbst gab es in dieser Zeit und danach mehrere Einsätze.
Nils Adam
Kreisbrandmeister LK-L
Gesamtvorstand
Kreisfeuerwehrverband LK-L